Warum wir diese Schule gründen

Inspiriert von Reformpädagogen wie Rebeca und Mauricio Wild, Maria Montessori, Pestalozzi, Illich oder Steiner, Konzepten aus der Natur/Wildnis- und Waldpädagogik, der Bauernhofpädagogik oder Arno Sterns Malort haben wir ein Schulkonzept entwickelt, das insbesondere die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen, deren Beziehungsfähigkeit und Naturverbundenheit und die Freude am lebenslangen Lernen in den Mittelpunkt stellt. Wir wollen jungen Menschen die Möglichkeit geben, ein starkes ICH zu entwickeln, das seine Begabungen ungestört entdecken und entfalten kann und gleichzeitig fähig ist, sich in ein soziales WIR zu integrieren und unsere Welt aktiv mitzugestalten.

Wir haben nicht das Gefühl etwas völlig Neues zu erfinden. Vielmehr glauben wir, die Zeit ist reif, vorhandene Erfahrungen, theoretisches Wissen und unsere Vision von einer heilen Welt mutig zusammenzuführen, voller Vertrauen die Samen zu säen, um dann staunend dabei zuzusehen, was unsere Kinder daraus hervorbringen werden. Denn unsere Kinder sind nicht unsere Kinder. „Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.“ (Khalil Gibran)

Es gibt keine Freiheit ohne gegenseitiges Verständnis.
Albert Camus
We don’t need no education.
Pink Floyd
Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.
Albert Einstein
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Unsere Grundwerte

Aus dem Namen AKVO lassen sich unsere vier Grundwerte Autonomie, Kreativität, Verbundenheit und Offenheit ableiten. Autonomie steht für freies, selbstbestimmtes und selbstverantwortliches Lernen und Gestalten, für beidseitige Grenzen und für Begegnungen auf Augenhöhe. Aus dieser Autonomie heraus bekommt Lernen eine vielschichtige und nachhaltige Qualität, denn neben dem reinen Wissenserwerb wird insbesondere die Handlungs- und Reflexionsfähigkeit und somit die Selbstwirksamkeit der Kinder und Jugendlichen gestärkt.

Kreativität steht sowohl für die individuelle Fähigkeit schöpferisch, ideenreich und künstlerisch tätig zu sein, als auch für co-kreative gemeinsame Prozesse. Kreativität ist die Schlüsselkompetenz der Zukunft, wenn es um das Bewältigen neuer Herausforderungen geht und darüberhinaus ist es eine sinnlich-ästhetische Form des Selbstausdrucks, macht Freude, inspiriert und verbindet.

Somit wären wir bei unserem dritten Grundwert, der Verbundenheit. Wir verstehen darunter die Verbundenheit zu uns selbst, zu anderen Menschen und zur Natur und allem was uns umgibt. Verbundenheit ist die Grundvoraussetzung für Gesundheit und Wohlbefinden und somit die Basis von allem. Es bedarf insbesondere an Achtsamkeit und kommunikativen Fähigkeiten, um diese Verbundenheit aufzubauen.

Unser vierter Grundwert ist Offenheit und steht für Ehrlichkeit, Toleranz, Neugier und die Bereitschaft sich fortwährend weiterzuentwickeln. In dieser Offenheit wollen wir uns selbst und einander immer wieder aufs neue begegnen und unserer Konzepte – auch dieses Schulkonzept – stetig hinterfragen und um neue Perspektiven erweitern.

Um ein Leben voller Kreativität zu leben, müssen wir unsere Angst vor dem Versagen ablegen.
Joseph Pierce
Der Anfang aller Weisheit ist die Verwunderung.
Aristoteles
Was immer du tun kannst oder erträumst zu können, beginne es. Kühnheit besitzt Genie, Macht und magische Kraft.
Johann Wolfgang von Goethe
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Lernkultur und Schulalltag

Bei uns lernen Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit- und voneinander, indem sie neugierig ihrem inneren Kompass folgen und sich den dabei aufkommenden Herausforderungen selbstverantwortlich stellen. Lernen soll Sinn und Freude machen und der eigenen Entwicklung dienen. Innerhalb einer bunten Lernlandschaft in schön gestalteten Räumlichkeiten drinnen und gemütlichen Nischen in der Natur finden alle die Inspiration oder das passende Werkzeug, das sie gerade brauchen. Montessori-Materialien, eine Bibliothek, fachspezifische Materialien, Kunst- und Handarbeit-Werkstätten, ein Permakulturgarten, Natur und Tiere, eine Küche, Feuerstellen, Musikinstrumente und vielerlei Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten zählen zur Grundausstattung, welche nach den individuellen Bedürfnissen und gegebenen Möglichkeiten kreativ weiterentwickelt wird. Gelernt wird alleine oder in flexibel wählbaren Gruppen, im freien Spiel, im forschenden Beobachten und Entdecken, im kreativen Tun, in selbstbestimmter Freiarbeit, in Projekten, Exkursionen und Praktika, in einem offenen Kursangebot und in jeder Begegnung innerhalb der Schulgemeinschaft. Der Lernprozess wird mit Lerntagebüchern und Portfolios selbstständig dokumentiert und in einem fortwährenden Prozess gemeinsam mit einem Mentor reflektiert und weiterentwickelt. Diese Portfolioarbeit, ergänzt durch individuelle Entwicklungsberichte, ersetzt das herkömmliche Notenzeugnis durch eine lernförderlichere Beurteilungskultur. Abschlüsse können über eine externe Schulfremdenprüfung erlangt werden und sind gleichwertig zu den regulären Schulabschlüssen.

Gestaltet und gehalten wird unser Lernort von Mentoren, Lernbegleitern und Projektleitern, welche mit ihren persönlichen Begabungen begeistern und inspirieren, statt zu belehren und menschliche Werte authentisch vorleben, statt zu erziehen. Ein Mentor ist hauptverantwortlich für eine Stammgruppe mit 15 Kindern und Jugendlichen. Innerhalb dieser altersgemischten Gruppe werden kommunikative Fähigkeiten, Achtsamkeit, Konfliktlösungsstrategien, Selbstreflexion, Teamfähigkeit, Kreiskultur, Soziokratie und vieles mehr gemeinsam erlernt und erprobt. Die Stammgruppe bietet hierfür einen verlässlichen und geschützten Raum und ein vielseitiges Unterstützersystem über die gesamte Schulzeit hinweg.

Der Schulalltag beginnt nach einer offenen Ankommenszeit in der Schulgemeinschaft mit dem Morgenkreis-Ritual in den Stammgruppen in Form von Gesang, Besinnung und Bewegung. Im Morgenkreis ist Raum für persönliche Befindlichkeiten und die individuelle Lernplanung. Anschließend beginnt die freie Lernzeit, ergänzt durch ein offenes Kursangebot. Zurück in der Stammgruppe wird der Morgen in der täglichen Abschlussrunde gemeinsam reflektiert. Freitags ist Projekttag und mittwochs wird gemeinsam gekocht und gegessen, um sich anschließend in der Schulversammlung zu treffen. An den anderen Tagen ist das Nachmittagsangebot für die Primarstufe freiwillig und an die Bedürfnisse der Familien angepasst. In der Sekundarstufe gibt es ein bis zwei feste Nachmittage zur weiteren freien Lernzeit, für vertiefende Kurse, Projekte oder Kunst und Sport.

An den Jahreskreisfesten, auf Bazaren, bei Aufführungen, Arbeitseinsätzen, der Aufnahme neuer Kinder oder deren Verabschiedung kommen wir in der Schulgemeinschaft zusammen und feiern miteinander. Wir pflegen eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern und sehen auch Erwachsenenbildung als Teil unseres Konzeptes.

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